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Wie schon in der Beschreibung zu meiner Person erwähnt, haben meine damalige Tanzpartnerin Tanja Schaper und ich etliche Jahre damit verbracht, fünfmal pro Woche zwei bis drei Stunden im Trainingssaal zu stehen - auch wenn alle anderen kopfschüttelnd an den Strand fuhren -, um uns in den fünf lateinamerikanischen und den fünf Standardtänzen zu perfektionieren. Die Wochenenden waren dann meist zusätzlich mit Turnieren oder Shows ausgebucht. Mir ist klar, daß man etwas verrückt sein muß, um so auf etwas fixiert zu sein, aber es war wie eine Sucht: Wenn es uns "stank", so wenig Freizeit zu haben, und wir versuchten, es zu reduzieren oder sogar für eine Weile gar nicht zu trainieren, machten sich die Entzugsentscheinungen sehr schnell und sehr grausam bemerkbar, so daß wir nach spätestens einer Woche wieder voll einstiegen. Zum Glück waren wir beide so drauf, so daß keiner vom Enthusiasmus des anderen genervt war. Eine weitere Voraussetzung war wohl, daß wir auch privat liiert waren - welcher "Lebensabschnittsgefährte" hat schon Verständnis dafür, daß man keinen Abend zu Hause ist, sondern ewig in engstem, beim Lateintanzen sogar in zumindest scheinbar erotischem Kontakt mit einem Menschen des anderen Geschlechts steht und mit diesem dann auch noch an den meisten Wochenenden wegfährt und gemeinsam ein Hotelzimmer bewohnt? Nicht jeder ist so tolerant.

Immerhin hat sich (wenigstens in unseren Augen) der Aufwand gelohnt: Am Ende unserer zwangsweise abrupt beendeten "Karriere" tanzten wir Standard in der zweithöchsten deutschen Klasse (A-Klasse) und Latein in der höchsten, der Sonderklasse, was in dieser Konfiguration wiederum zu einer Einordnung in die Sonderklasse der Kombination aus beiden Disziplinen führt. Da es sehr schwer ist, in den einzelnen Sektionen (Standard oder Latein) mit denjenigen Spitzensportlern mitzuhalten, die sich auf nur eine von ihnen spezialisiert haben, war die Kombination der beiden, die sogenannten Zehn-Tänze-Turniere, unsere eigentliche Leidenschaft. Für die, die's interessiert, eine kurze Aufzählung einiger unserer Erfolge (keine Angst, nur die aus den letzten Jahren unserer tänzerischen Partnerschaft):

Auf den nächsten Seiten sind einige Fotos von uns zu sehen (eine Übersicht über alle Bilder bieten die Thumbnails). So sehr ich es normalerweise vermeide, von einer Kameralinse eingefangen zu werden, so sehr habe ich mich über jedes gelungene Turnierfoto gefreut - wenn man mal vom Preis absieht, denn nur ein geübter Turnierfotograf kann tänzerische Bewegungen so einschätzen, daß er weiß, in welchem Moment er abdrücken muß, und diese Damen und Herren lassen sich im allgemeinen teuer bezahlen.

Los geht's!

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